Wasser steckt voller Gegensätze und Rätsel: Es ist weich und gleichzeitig so stark, dass es Schiffe trägt. Im Sachunterricht gingen wir, die Klasse 1b der Hardtschule Ebersbach, dem Archimedischen Prinzip auf den Grund. Die Auftriebskraft, die im Wasser scheinbar alle Dinge leichter macht, entdeckte der griechische Mathematiker und Physiker Archimedes bereits im Jahr 300 v. Chr.

Im NwT-Bildungshaus in Göppingen konnten wir nun am Donnerstag, den 11. April, im Rahmen eines spannenden Laborkurses zum Thema „Schwimmen und Sinken“, unser Wissen in der Praxis erproben. Im Aquarium gingen wir auf Tauchstation. Auf sehr anschauliche Weise wurde das Archimedische Prinzip begreifbar gemacht. So konnten Metallplatten, Münzen, Holzbretter, Styroporplatten, Draht, Korken und eine Menge andere Materialien auf ihre Schwimmfähigkeit untersucht werden. Zuerst stellten wir im Team Vermutungen an, dann probierten wir selbstständig aus. Dabei fanden wir unter anderem heraus, dass sogar Gegenstände mit Löchern, wie zum Beispiel Knöpfe, im Wasser schwimmen können. Wie bei echten Forschern wurde natürlich genau dokumentiert, welche Ergebnisse zu sehen waren.

Anschließend machten wir uns an die Arbeit für den berüchtigten Piraten „Pit Perlenklau“ ein passendes Floß zu bauen. Schließlich wollten wir ihm helfen, den gefundenen Schatz sicher zu seiner Heimatinsel zu bringen. Dazu lud uns ein Forscherworkshop ein, unser erworbenes Wissen nun praktisch zu testen, indem wir unser eigenes Floß aus Holzstöckchen bauen durften. Es erforderte ein hohes Maß an Konzentration, Genauigkeit und Fingerfertigkeit die Haselnussäste mit der Säge oder Rebschere auf die richtige Länge zu kürzen, anschließend mit Baumwollgarn fest zu einer Fläche zu verknoten und den Mast mit dem Segel zu befestigen. Doch auch diese Aufgabe bewältigten wir mit Bravour. Und schon konnte die Reise auf dem Wasser losgehen.

Naturwissenschaft erlebnisreich entdecken, Technik ausprobieren, experimentieren und verstehen lernen – unter diesem Leitspruch machte das NwT-Bildungshaus in Göppingen, eine Einrichtung der Hochschule Esslingen, Themenfelder aus Naturwissenschaft und Technik begreif- und erlebbar und lud uns ein durch Ausprobieren, eigene Interessen und Talente herauszufinden.

Randvoll mit neuen Eindrücken und der Lust auf mehr, machten wir uns mit der Bahn wieder auf den Weg nach Hause. Doch war uns allen klar: Ein kleiner Forscher steckt in jedem von uns!

Die Klasse 1b mit Frau Mößner