Am 23.02.2017 besuchte die Klasse 3a der Hardtschule den Stadtarchivar Herr Geiger im Ebersbach Stadtmuseum. Gemeinsam mit ihm gingen wir auf eine historische Stadtführung durch unsere Stadt und lernten viele interessante und neue Dinge. Die Kinder hatten viele Fragen mitgebracht, die Herr Geiger ausnahmslos beantwortete.

Zunächst einmal interessierten sich die Schüler natürlich über die Entstehungsgeschichte und was es mit dem Eber im Stadtnamen auf sich hat:

Man weiß nicht, von wem Ebersbach gegründet wurde, weil niemand es aufgeschrieben hat. Ebersbach ist ungefähr 800 Jahre alt. 1170 hat zum ersten Mal jemand etwas über Ebersbach aufgeschrieben. Der Name von Ebersbach kommt wahrscheinlich vom keltischen Wort „eabarach = schlammig, matschig“. Früher gab es an der Fils viele Sümpfe. (Leonie, Lanie)

Auch die Anzahl der Gebäude war den Kindern wichtig. Hier konnte Herr Geiger keine aktuellen Angaben machen, aber recherchierte extra für uns Zahlen aus früheren Jahren:

Ebersbach ist schon sehr alt, Früher gab es oft Hochwasser. Im Jahr 1772 gab es 174 Wohnhäuser. Im Jahr 1968 gab es 1453 Wohnhäuser. Jetzt sind es vielleicht mehr als 1075 Wohnhäuser. (Coralie, Alessia)

Wir machten uns anschließend auf den Weg und liefen zur evangelischen Veitskirche, dem ältesten Gebäude der Stadt Ebersbach:

Die evangelische Veitskirche ist die älteste Kirche in Ebersbach. Die Kirche wurde 1499 neu gebaut. Es schlug ein Blitz in die Kirche ein und sie hat gebrannt. Die Glocke ist dabei runtergefallen. (Marcel, Eric)

An der Kirche hängen zwei Grabsteine von Kindern. Man weiß nicht, wo sie vergraben wurden. Der Sohn ist mit sieben Jahren gestorben. Sein Vater hat einen Grabstein für ihn angefertigt. Seine Mutter hatte 3 Töchter und 2 Jungen. Auf den Steinen kann man erkennen, welche Kleidung die Menschen trugen. (Teoman, Leandro)

Viele wollten Dinge über die Ebersbacher Schulen erfahren. Was viele nicht wussten, war, dass auch die heutige Stadtbibliothek eins als Schulhaus gebaut wurde:

Die älteste Schule, in der heute noch unterrichtet wird, ist die Marktschule. Sie wurde 1904 gebaut. Die Hardtschule ist die Schule mit den meisten Gebäuden. Früher waren alle Kinder aus einer Stadt in einer Klasse. Die Lehrer waren sehr streng. (Nikola, Maike)

Auf die Frage „Welche Sensationen gibt es in Ebersbach?“ kramte Herr Geiger eine Geschichte heraus, die wohl die wenigsten Menschen in Ebersbach kennen. Ein Mann aus Ebersbach war wohl der erste Alleinreisende, der Afrika von Nord nach Süd mit dem Auto durchquerte:

Der Sohn des Müllers fuhr mit einem Jeep und seiner Frau einmal durch die Wüste. Er hieß Herman Kolb und seine Frau war Schriftstellerin. Sie fuhren in viele Städte und erzählten von ihren Abenteuern. (Lukas, Jessica, Aleyna)

Auf dem Weg durch die Stadt kamen wir an vielen historischen Häusern vorbei. Und auch heute verrieten diese Häuser den Kindern einiges über die Bewohner, die einst darin lebten:

Der Ausscheller war nicht reich, aber zumindest hatte er ein Dach über dem Kopf. Das Haus des Fischers ist sehr groß. Man sieht, dass die, die in großen Häuser wohnen, sehr reich waren. Aber wenn das Haus klein war (wie das des Ausschellers), waren die Menschen arm. Das Gasthaus Schwanen war sehr groß, sie waren sehr reich und verdienten viel. (Lilly, Ceren)

Zum Schluss wurde es dann noch einmal gruselig, denn in Ebersbach wurde einst ein schlimmer Räuber gebohren. Die Geschichte dieses Mannes nahm l  eider kein glückliches Ende:

Der berühmte Räuber Friedrich Schwan ist mehrmals aus dem Gefängnis ausgebrochen. Danach hat er einen Menschen erschossen. Dann wurde er zur Strafe auf dem Boden befestigt und mit einem Rad geschlagen, bis ihm alle Knochen gebrochen sind. Danach war er immer noch nicht Tod, dann haben sie ihn geköpft. Sein Vater war sehr sauer, aber die Mutter war traurig. (Lennox, Sven)

Wir möchten uns an dieser Stelle recht herzlich bei Herrn Geiger für die tolle Stadtführung bedanken! Es hat uns viel Spaß gemacht und wir haben viel gelernt.